Die Islandwolke – Vulkanstaub oder Allergie?

Berichten zufolge hat die Vulkanasche des isländischen Eyjafjallajökull, die über uns hinwegschwebt, keine Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Auffallend ist allerdings, dass sich in der letzten Woche verstärkt Menschen in Praxen eingefunden haben, die über Luftnot, Kratzen im Hals, verstopfte Nase, Augenjucken und -brennen und Hustenreiz bis hin zur Bronchitis klagen. Häufig sind das die Symptome von klassischem Heuschnupfen.

Menschen mit keinerlei allergischer Veranlagung leiden jedoch ebenso unter diesen Symptomen, wie jene, die klassisch unter dem Pollenflug zu leiden haben.

In den täglichen Tests im meiner Praxis kam heraus, dass 80 % der Patienten nicht unter den Pollen des momentanen Blütestandes leiden, sondern eine starke Belastung durch Staubpartikel haben.

Es kamen Patienten in die Praxis, die klassische Antiallergika genommen haben, die überhaupt keine Wirkung (außer Nebenwirkungen) zeigten.

Die allgemeine Luftverschmutzung ist in vielen Orten ja schon hoch, allerdings gab es in den vergangenen Jahren nie solche Phänomene wie zur Zeit.

In der Vergangenheit hatten wir gelegentlich bei Südwetterlagen den klassischen Saharastaub, den wir immer wieder einmal auf unseren Autos fanden. In diesen Zeiten sind mir aber nie solche heftigen Symptome begegnet.

Durch die Ähnlichkeit mit den klassischen Symptomen der Pollinose gerade zur passenden Zeit der Frühblüher kann es zu einer Fehldiagnose kommen. Bei bronchialen Problemen liegt sicher auch eine akute Bronchitis als Diagnose im Bereich des Möglichen.

Im Fall eines knapp 4-jährigen Mukoviszidose-Patienten wäre dieser Fehler auch beinahe passiert. Klassisches bronchiales Röcheln, verstopfte Nase und pfeifende Geräusche auf den Bronchien zeigten sich bei der körperlichen Untersuchung. Beim Testen der Erreger waren allerdings weder virale noch bakterielle Erreger zu finden. Weitere Tests wiesen dann eine hohe Staubpartikelbelastung auf. Weder Pollen noch Schimmelpilzallergene oder ähnliche Belastungen waren zu testen.

Nach der Behandlung der Staubpartikel der Island-Staubwolke, die ich über mehrere Tage gesammelt habe, zeigte der kleine Patient keine bronchialen Erscheinungen mehr.

Sicher werden bei Patienten mit Mukoviszidose oft prophylaktisch Antibiotika gegeben. In der complementärmedizinischen Behandlung ist für mich der sinnvolle Einsatz von Antibiotika nicht ausgeschlossen, sondern legitim. Da Mukoviszidose-Patienten meist mit häufigen Gaben von Antibiotika leben müssen, ist aus meiner Sicht jedoch jede vermiedene Gabe eine Hilfe zur Vermeidung von Resistenzen und dient der Lebensverlängerung.

Eine weitere Auffälligkeit der Island-Staubwolken-Zeit ist, dass viele Menschen schlecht schlafen, häufig nachts wach werden und die daraus resultierende Unzufriedenheit zu Befindlichkeitsstörungen führen, aus der Erkrankungen entstehen können. Klagen über Kopfschmerzen sind momentan auch gehäuft zu beobachten.

Fazit

Diese Testungen und Beobachtungen stammen aus meinem Praxisalltag. Die Staubpartikel sind sicher nicht ausschließlich auf den Vulkanausbruch in Island zurück zu führen, sicher kann man mehrere Thesen zu dieser Häufung von Befindlichkeitsstörungen aufstellen – deutlich ist für mich jedoch geworden, dass mit Hilfe der Drehungsresonaztherapie die körperlichen Symptome behoben werden konnten und das allgemeine Wohlbefinden bei den Patienten wieder hergestellt wurde.

Pollenallergien und akute Erkrankungen sind natürlich zu differenzieren. Mit dem Wissen, dass diese Staubwolke teilweise für Befindlichkeitsstörungen verantwortlich sein kann, wird der Umgang mit diesen erleichtert.

Mit viel Trinkwasser, evtl. der Gabe von Froximun zur Bindung der Giftstoffe und einer Lasertherapie zur Behebung der Kopfschmerzen ist die Zeit der Islandwolke ohne eine große Belastung des Medikamentenbudgets zu überstehen.

Ich wünsche eine wunderbare Zeit.
Ihre Andrea Lapp Schreiber

veröffentlicht: CO´MED online

 AutorIn: Andrea Lapp Schreiber

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